Ort der Begegnung statt Datenbunker

Es gibt Neuigkeiten: Der runde Flakturm im Augarten ist innen gar nicht so sehr verfallen, wie es immer heißt. Und Taubenscheisse ist auch nicht viel mehr als im restlichen Park. (Edit: Augenzeugenberichte siehe hier http://friedensturm.hoog.at/aussicht oder  hier http://friedensturm.hoog.at/mehr-bilder)

Die derzeitige Miete für diese mysteriöse Firma, die sich mit einem ethisch äußerst unpassenden DatenBUNKER bereichern will, beträgt angeblich nur einen Euro.
So günstige Mieten bekommen aber laut Auskunft leider keine gemeinnützigen Projekte sondern nur Pleite-Unternehmer also jemand, der mehrere Firmen hatte, von denen alle bis auf eine in Konkurs gingen, und diese letzte mit einer halben Million verschuldet ist. Trotzdem werden dieser Firma die Kosten für völlig unnötige Umbauten vom Bund (also von uns allen) vorgestreckt. Es ist abzusehen, daß wir auf diesen Kosten sitzenbleiben werden.

Und seit zehn Jahren wird gegen alle Widerstände an diesen ethisch äußerst unpassenden Plänen festgehalten.
Nachzulesen z.B. hier:
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20030406_OTS0008/profil-betrugsverdacht-gegen-geschaeftsfuehrerin-von-flakturm-datencenter-im-augarten
http://wirtschaftsblatt.at/archiv/wirtschaft/810045/index
http://www.graetzl-blattl.at/dokumente/GB2-05_4.pdf (Seite 8)
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIII/J/J_01341/fnameorig_083395.html

Es ist schockierend, mit welcher ethischen Anästhesie & Ignoranz mit diesen historisch äußerst brisanten Gebäuden umgegangen wird.

Der Sprung am Gefechtsturm im Augarten hat sich Jahrzehntelang nicht verändert. Aber seit das Bundesdenkmalamt den Bau einer Kuppel verweigert hat, verfällt das Gebäude ganz plötzlich rapide. Sowas kann kein Zufall sein. Die zuständigen Beamten sind deshalb eigentlich wegen § 153 StGB zu belangen.

Wir sind deshalb dafür, daß die Flaktürme nicht mehr weiter zerstört sondern endlich wirklich renoviert und der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden. Dies muß nicht viel kosten sondern verhindert immens wachsende Folgekosten durch den derzeitigen Verfall. Und die Nutzung kann gemeinnützig sein.

Und die zuständigen Stellen in Bundesimmobilienverwaltung & Finanzministerium verschanzen sich hinter einer Mauer des Schweigens.
Aber wenn wir alle mithelfen, läßt sich einiges bewegen:
Angebote & Fragen an Czap.Edith@burghauptmannschaft.at oder Brigitte.Herzig@bmwfj.gv.at